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17.07.2005

Verlustgeschäft Gesetzliche Rente


 

"Renditen tendieren langfristig gegen null"

 

Würden Sie ein Geschäft abschließen, bei dem unterm Strich ein Minus rauskommt? Sicher nicht, es sei denn, man zwingt Sie dazu. Genauso ist es bei der Gesetzlichen Rente. Denn jüngere Jahrgänge werden während ihres Berufslebens mehr einzahlen, als sie im Ruhestand zurückbekommen.

 

Das ist das überraschende Ergebnis einer neuen Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Demnach "tendieren die Renditen der Gesetzlichen Rente für alle Beitragszahler langfristig gegen null."

 

Auch negative Renditen sind möglich

 

Besonders schlimm ist die Situation für ledige Männer, die nach 1980 geboren sind. Sie erhalten nach der Untersuchung von IWG-Chef Professor Meinhard Miegel und dessen Kollegen im Ruhestand mit hoher Wahrscheinlichkeit real weniger aus der Rentenversicherung zurück, als sie während ihres Berufslebens eingezahlt haben.

 

Die Forscher errechneten in einigen Fällen eine Rendite von -0,3 bis -0,2 Prozent. Nicht viel besser sieht die Situation für ledige Frauen aus. Auf Grund ihrer längeren Lebenserwartung sinken bei ihnen die realen Renditen jedoch selbst im schlimmsten Fall nicht unter null. Sie liegen mit 0,2 bis 0,3 Prozent aber auch nur knapp darüber.

 

Bund zahlt pro Jahr bereits 80 Milliarden Euro in die Rentenkasse ein

 

Zum Vergleich: Frauen, die um 1940 geboren sind, kommen dagegen auf eine Rentenrendite von mehr als zwei, gleichaltrige Männer auf knapp 1,5 Prozent. Ältere Jahrgänge holen sogar noch weit mehr heraus. Die Rendite-Prognose für die Jüngeren verschlechtert sich weiter, wenn auch noch der Bundeszuschuß berücksichtigt wird.

 

Hintergrund: Der Bund zahlt jährlich inzwischen rund 80 Milliarden Euro in die Rentenkasse ein. Das entspricht rund 37 Prozent der ausgezahlten Renten. Berücksichtigt man bei den Berechnungen, daß auch die Bundeszuschüsse als Steuer von den künftigen Rentnern aufgebracht werden, läßt das die Renditen sogar bis auf -0,4 Prozent sinken.

 

"Berechnungen beruhen auf zum Teil zweifelhaften Annahmen"

 

Gerade in Wahlkampfzeiten sind das Nachrichten, die das Volk eigentlich nicht erfahren ? oder zumindest nicht glauben soll. Kein Wunder also, daß Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger, erklärt: "Diese Berechnungen beruhen auf zum Teil zweifelhaften Annahmen."

 

So ginge die Studie von einer dauerhaften Stagnation der Reallöhne bis 2050 aus. Zudem würden nur ledige Versicherte berücksichtigt und damit wichtige Leistungen der Rentenversicherung ausgeklammert. Rulands Schluß: "Die Rediten in der Gesetzlichen Rentenversicherung bleiben langfristig positiv."

 

Wer im Alter den Lebensstandard halten will, muß privat vorsorgen

 

Der Freiburger Professor Bernd Raffelhüschen kommt dagegen schon für heute 40jährige Männer zu einem ähnlichen Ergebnis wie das IWG in der neuen Studie: "Die Rendite ihrer Einzahlung wird bei null liegen."

 

Nur in einem sind sich die Experten einig. Wer im Alter den Lebensstandard halten will, muß privat vorsorgen. Und da kritisiert nicht mal Ruland die DIA-Berechnungen. In einer früheren Studie kam das Institut zu dem Schluß, daß dafür bis zu acht Prozent des Bruttoeinkommens in die private Altersvorsorge fließen müssen. Und die sollte dann eine möglichst hohe Rendite bringen.

Künftige Ruheständler bekommen weniger raus, als sie in die Gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben. Zu diesem Schluß kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

 

"Renditen tendieren langfristig gegen null"

 

Würden Sie ein Geschäft abschließen, bei dem unterm Strich ein Minus rauskommt? Sicher nicht, es sei denn, man zwingt Sie dazu. Genauso ist es bei der Gesetzlichen Rente. Denn jüngere Jahrgänge werden während ihres Berufslebens mehr einzahlen, als sie im Ruhestand zurückbekommen.

 

Das ist das überraschende Ergebnis einer neuen Studie des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Demnach "tendieren die Renditen der Gesetzlichen Rente für alle Beitragszahler langfristig gegen null."

 

Auch negative Renditen sind möglich

 

Besonders schlimm ist die Situation für ledige Männer, die nach 1980 geboren sind. Sie erhalten nach der Untersuchung von IWG-Chef Professor Meinhard Miegel und dessen Kollegen im Ruhestand mit hoher Wahrscheinlichkeit real weniger aus der Rentenversicherung zurück, als sie während ihres Berufslebens eingezahlt haben.

 

Die Forscher errechneten in einigen Fällen eine Rendite von -0,3 bis -0,2 Prozent. Nicht viel besser sieht die Situation für ledige Frauen aus. Auf Grund ihrer längeren Lebenserwartung sinken bei ihnen die realen Renditen jedoch selbst im schlimmsten Fall nicht unter null. Sie liegen mit 0,2 bis 0,3 Prozent aber auch nur knapp darüber.

 

Bund zahlt pro Jahr bereits 80 Milliarden Euro in die Rentenkasse ein

 

Zum Vergleich: Frauen, die um 1940 geboren sind, kommen dagegen auf eine Rentenrendite von mehr als zwei, gleichaltrige Männer auf knapp 1,5 Prozent. Ältere Jahrgänge holen sogar noch weit mehr heraus. Die Rendite-Prognose für die Jüngeren verschlechtert sich weiter, wenn auch noch der Bundeszuschuß berücksichtigt wird.

 

Hintergrund: Der Bund zahlt jährlich inzwischen rund 80 Milliarden Euro in die Rentenkasse ein. Das entspricht rund 37 Prozent der ausgezahlten Renten. Berücksichtigt man bei den Berechnungen, daß auch die Bundeszuschüsse als Steuer von den künftigen Rentnern aufgebracht werden, läßt das die Renditen sogar bis auf -0,4 Prozent sinken.

 

"Berechnungen beruhen auf zum Teil zweifelhaften Annahmen"

 

Gerade in Wahlkampfzeiten sind das Nachrichten, die das Volk eigentlich nicht erfahren ? oder zumindest nicht glauben soll. Kein Wunder also, daß Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Rentenversicherungsträger, erklärt: "Diese Berechnungen beruhen auf zum Teil zweifelhaften Annahmen."

 

So ginge die Studie von einer dauerhaften Stagnation der Reallöhne bis 2050 aus. Zudem würden nur ledige Versicherte berücksichtigt und damit wichtige Leistungen der Rentenversicherung ausgeklammert. Rulands Schluß: "Die Rediten in der Gesetzlichen Rentenversicherung bleiben langfristig positiv."

 

Wer im Alter den Lebensstandard halten will, muß privat vorsorgen

 

Der Freiburger Professor Bernd Raffelhüschen kommt dagegen schon für heute 40jährige Männer zu einem ähnlichen Ergebnis wie das IWG in der neuen Studie: "Die Rendite ihrer Einzahlung wird bei null liegen."

 

Nur in einem sind sich die Experten einig. Wer im Alter den Lebensstandard halten will, muß privat vorsorgen. Und da kritisiert nicht mal Ruland die DIA-Berechnungen. In einer früheren Studie kam das Institut zu dem Schluß, daß dafür bis zu acht Prozent des Bruttoeinkommens in die private Altersvorsorge fließen müssen. Und die sollte dann eine möglichst hohe Rendite bringen.